Lettland – Teil 1

Pape Nationalpark:

Unser Ziel ist der Pape Nationalpark direkt hinter der litauisch/lettischen Grenze. Wir fahren von der A11 Bei Rucava ab Richtung Ostsee und zweifeln ob wir weiterfahren sollen. Die Straße ist eine Wellblechpiste.

Entlohnt werden wir am Ende der Buckelpiste – für das schlechte Wetter der letzten Tage allemal.                                                                                                                                                 Wir gehen zuerst ein Stück barfuß spazieren. Die Ostsee ist wärmer als gedacht.

David lässt die Drohne nach dem Abendessen fliegen, die Sonne kommt raus und vertreibt die Wolken! Wir sehen die Sonne seit 3 Tagen zum ersten Mal wieder 😍

So sehr haben wir uns lange nicht über ein paar Sonnenstrahlen gefreut! Trotzdem ist es super kalt, dicke Kleidung ist im Baltikum ein Muss!

Liepaja:
Wir besichtigen die von Industrie und einem großen Militärstandort geprägte Stadt Liepaja. Viel gibt es leider nicht zu sehen: Eine Route durch die „Musikhauptstadt“ (Liepaja nach Noten) führt an den wenigen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Liepaja, und das bekommen wir direkt zu spüren, ist auch bekannt als „Geburtsstadt des Windes“.                                                                                                                                                    Außerdem stehen in der Stadt leider viele wunderschöne Wohnhäuser leer. Einige werden bereits renoviert, andere sind ziemlich heruntergekommen und stehen zum Verkauf.

Trotzdem gefällt es uns sehr in Liepaja und wir können kaum verstehen, warum so viele Häuser leer stehen. Auch wenn es an diesem Tag sehr windig und damit eher ungemütlich ist, so ist Liepaja ziemlich liebenswert. Die Stadt hat viele Grünflächen, viele gute Restaurants, einen großen Markt und einen schönen Strand an der Ostseeküste zu bieten. Sicherlich kann man hier den ein oder anderen günstigen Sommerurlaub in den zahlreichen Ferienwohnungen verbringen, von hier aus das Land bereisen oder einfach die Seele baumeln lassen.

Saka:

Später am Tag fahren wir weiter nach Saka, biegen dort ab auf einen wunderbaren Stellplatz an der Ostsee namens: Miera Osta.

Wir fahren ein Stück über einen schmalen Weg im Wald, auf dem nur ein Auto fahren kann, öffnen nach vorheriger telefonischer Absprache mit den Besitzern eine Schranke und fahren auf das Grundstück.  Der Platz ist bis auf zwei weitere Gäste, die gerade ihr Zelt aufbauen, leer.

Wir suchen uns einen Stellplatz mit Feuerstelle hinter der Düne am Waldrand, 100m vom Strand entfernt. Zum Stellplatz gehört eine Strandsauna, ein kleiner Anhänger + Häuschen mit Schornstein.

Mit unseren Campingstühlen setzten wir uns in die Dünen und genießen den Sonnenuntergang am menschenleeren Strand.

Anders als gedacht, ist es im Juli wirklich eisig in Lettland, wir sind dick angezogen und teilen uns eine Decke über den Beinen. In Deutschland sind es aktuell 26°C.

 

Wir genießen den Moment, lauschen dem Meeresrauschen und schauen der Sonne zu, die gegen halb 11 hinter dem Horizont verschwindet.

Ganz unkompliziert hinterlassen wir am nächsten Tag die Nachtpauschale von 10€ im Briefkasten am Eingang des Stellplatzes. Vertrauen wird hier in Lettland groß geschrieben. Zumindest auf dem Land und in den kleineren Städten haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Uzavas Baka:

Weiter geht es für uns zum Leuchtturm Uzavas Baka. Gegen eine geringe Gebühr von 2,50€ können wir den Leuchtturm besteigen und schauen uns die Umgebung von oben an.

Irbene:

Anschließend fahren wir vorbei am höchsten Leuchtturm des Baltikums (62m) weiter Richtung Norden und entdecken ein altes Militärgebiet. Die Sovjetbunker, an denen wir halten, sind verlassen. Bis auf einen alten Mann, der in einem Wohnwagen lebt, treffen wir niemanden. Das Gelände ist bis auf die Zufahrtsstraße abgesperrt. Leider gibt es keine Infotafeln über die Blockbauten, die aufgereiht sind und an eine große Wohnsiedlung erinnern. Es gibt keine Fenster und Türen. Früher war dies ein Standort der Sovjetarmee und ein geheimes Forschungszentrum. Die Stimmung ist düster, es herrscht Totenstille.

Einige hundert Meter weiter stehen zwei riesige Radargeräte (sog.Parabolantennen). Irbene ist heute das internationale Zentrums für Radioastronomie von Ventspils. Hier werden Forschungen in der Astronomie und Astrophysik, sowie Forschungen im Bereich Weltraumtechnologien durchgeführt.

Kap Kolka:

Kap Kolka ist unser nördlichstes Ziel vor Riga. An diesem Kap treffen die Ostsee und die Rigaer Bucht aufeinander. Hier kann man sowohl den Sonnenaufgang, als auch den Sonnenuntergang sehen.

Kolka ist ein kleines Örtchen vor dem Kap. In der Nähe des Kaps gibt es ein kleines Touristenzentrum und Parkplätze, für die man eine Stellplatzgebühr zahlen muss. Wir gehen am Strand spazieren und fahren noch am gleichen Tag in südliche Richtung weiter nach Melnsils.

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Melnsils:

In Melnsils ist ein wunderschöner Campingplatz mit guten Sanitäranlagen, einem kleinen Supermarkt, der fußläufig erreichbar ist, einem kleinen Strand und ausreichend Stellplätzen.

Wir freuen uns auf ein paar Tage Entspannung, bevor wir nach Riga fahren und uns die Stadt anschauen. Von Riga aus planen wir für eine Woche nach Hause zu fliegen. Heinz bekommt in einer Toyota Werkstatt eine Inspektion und einen kompletten Ölwechsel.

Nach zwei schönen Tagen in Melnsils (wir machen hier Bekanntschaft mit Elke&Horst >gelber Iveco) fahren wir schließlich in den Süden. Vorbei an Jurmala, den Sommerquartier vieler Letten aus Riga, kommen wir am 07.Juli 2017 in Riga an.

Mehr zu Riga in einem separaten Blogbeitrag,..

 

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