Litauen

Nach unserem Besuch der Wolfsschanze in Polen fahren wir weiter nach Litauen. Nach ca. 4h Fahrt erreichen wir Kaunas. Die erste große Stadt in Litauen, die meist als Durchreisestop genutzt wird. Von hier – der Mitte Litauens – verlaufen die Straßen nach Vilnius in den Osten, nach Estland in den Norden und nach Kleipeda & Kurische Nehrung in den Westen. 

Wir verbringen 2 Nächte auf dem City Camping Kaunas

Ein schönes Schloss ziehrt den Beginn der historischen Altstadt. Wir sind viel zu früh in den schönen Straßen unterwegs: Um 11Uhr  ist hier noch nichts los. Einige Fußgänger begegnen uns und die Cafés und Bars öffnen gerade erst die Türen und stellen Stühle auf die Fußgängerzone. Es scheint eine wenig touristische Stadt zu sein. Eine Stadt, die auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. 


Im Laufe des Tages füllt sich die Fußgängerzone. Wir sehen uns die russisch-orthodoxe Kirche an und besuchen im Gegensatz dazu das für Kaunas bekannte und weltweit einizige Teufelsmuseum mit einer Sammlung verschiedenster Teufelsdarstellungen. 


Mit dem Bus geht es zurück zum Stellplatz. Sich zurecht zu finden ist erstmal etwas schwierig, denn die Bushaltestellen sind wenig aussagekräftig. Wir erwischen glücklicherweise den richtigen Bus. Kleingeld sollte man immer einstecken haben. Ein 10€-Schein wird mit einem mürrischen „Nä“ abgelehnt! 


Trakai 

Wir machen uns auf ins östliche Litauen. An vielen Städten kommen wir auf dem Weg in die Hauptstadt Vilnius nicht vorbei. Die Autobahn verläuft durch die schöne Natur Litauens. Dicht besiedelte Wälder und weite Wiesen und Felder lassen uns staunen. 


Unser Ziel ist die Stadt Trakai. Sie liegt umschlossen von vielen Seen in der wunderschönen Natur des gleichnamigen Nationalparks.

Trakai besitzt die einzige Wasserburg Osteuropas, die eine große Touristenattraktion darstellt und jährlich viele Besucher anlockt. Die im Mittelalter erbaute Burg war der Hauptsitz und Residenz der Fürsten und Trakai selbst war vor 1323 die Hauptstadt des Fürstentums, bevor die neue Hauptstadt Vilnius gegründet wurde. 

Vilnius

Weiter geht es für uns Richtung Osten. Vilnius ist die Hauptstadt Litauens, die größte Stadt des Landes und auch flächenmäßig die größte Stadt des Baltikums. 

Auf dem Campingplatz angekommen fahren wir mit dem Bus in die Stadt rein. Wir halten am Bahnhof und laufen den Menschenmassen hinterher in die zum UNSECO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt. 
Die sehr schöne und sehr gut erhaltene Altstadt ist geprägt von vielen architektonischen Baustilen. So findet man Bauwerke des Barocks, der Gotik oder der Renaissance.

Wir schlendern durch die schöne Altstadt hinunter in die „Neustadt“ und essen in einer taditonellen Taverne litauische Speisen, wie z.B. eine kalte Rote Beete Suppe, die uns an unsere Grüne Soße erinnert. 

In kaum einer anderen Stadt sind uns so viele Souvenirstände aufgefallen, wie in Vilnius. An jeder Straßenecke und auf jedem Platz stehen kleine Aufstellbuden. Hier werden typisch für Litauen Leinen-, Schafswoll- und Bernsteinartikel verkauft. Auch Postkarten und Magnete mit der Landesflagge findet man hier überall. 

Am nächsten Morgen werden wir um 5.45Uhr von heftigem Donner geweckt. Der Himmel ist orange gefärbt und wir beschließen schnell alles zusammenzupacken. Gerade noch rechtzeitig, bevor der monsunartige Regen einsetzt, sitzen wir im Auto. Der Besuch in Vilnius war nur ein kurzer. Für uns geht es jetzt weiter in den Westen Litauens: An die Kurische Nehrung.

Kurische Nehrung 

Mit der 15min. Fähre für 20€ geht es in den Nationalpark der Kurischen Nehrung. Weitere 20€ kostet der Eintritt bzw. die Zufahrt auf die Nehrung, die eine knapp 100km lange Halbinsel vor dem Festland Litauens ist und zur Hälfte russisches Gebiet (Kaliningrad) ist. 


Unser Ziel ist Nida (Nidden), der letzte Ort vor der russischen Grenze. Auch der einzige Ort, in dem es einen Campingplatz gibt. Denn im Naturschutzgebiet ist campen auf eigene Faust verboten. 

Schon auf dem Weg dorthin stehen viele „Vorsicht Elch“ Schilder und die schlecht asphaltierten Straßen mitten in der bewachsenen Dünenlandschaft erwecken den Anschein, als würde uns jeden Moment ein Elch begegnen. 

Der Himmel begrüßt uns nicht gerade mit Sonnenschein und so machen wir uns direkt auf den Weg vom Stellplatz in das Fischerdorf. Nach einer kurzen Besichtigung und einem Kaffee spazieren wir bei milden Temperaturen, aber heftigem Wind auf die ca. 60m hohe Parnidis-Düne, die 2. höchste Düne Europas nach Arcachon.  Die Dünen hier sind anders als in Leba, Polen bepflanzt und sollen somit vom Wandern gehindert werden. Das stellt allerdings ein kleines Problem dar, da die Düne somit jährlich an Höhe verliert. 


Zurück auf dem Campingplatz beginnt es, wie erwartet, zu regnen. Der heftige Regen aus Berlin ist nun auch bei uns angekommen und zieht sich 3 Tage lang mit einer kurzen Unterbrechung von gefühlten 10min. 


Nach ungemütlichen Tagen (trotz Standheizung) auf der Nehrung fahren wir an der Ostseeküste in den Norden Litauens. Ein kleiner Abstecher ins touristische und für uns nicht schöne Palanga, lässt uns schnell entscheiden: Wir fahren weiter nach Lettland 🇱🇻 ! 

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