Kündigung – was nun ?

Arbeitnehmer, die eine Langzeitreise planen, sollten sich früh genug um ihr Arbeitslosengeld und um die Krankenversicherung kümmern. Gesetz dem Fall, Ihr habt keinen unbezahlten Urlaub, Urlaubstage und Überstunden angespart oder Ihr seid keine Studenten, bleibt nur die Möglichkeit zu kündigen. 

Es ist wichtig zu wissen, dass Ihr bestimmte Fristen einhalten müsst, damit Ihr keine Sperrzeit von der Arbeitsagentur bekommt. Meldet Euch also frühzeitig (3 Monate vor Vertragsende) arbeitssuchend oder lasst Euch gemäß der Kündigungsfrist kündigen. Im letzten Fall entfällt die Sperrzeit. In beiden Fällen hat man dann zumindest Anspruch auf Arbeitslosengeld, solange man sich noch in Deutschland aufhält und auch wenn man wieder zurück kommt von der Reise. 

Die Sperrzeit beträgt erstmal 12 Wochen, in denen man kein Arbeitslosengeld bekommt! Diese Zeit verstreicht erst, sobald man in Deutschland ist. 

Ihr solltet Euch also rechtzeitig und gut bei der Agentur für Arbeit informieren. Es gibt auch etliche Foren in denen viele verschiedene Situationen beschrieben sind. 

Falls Ihr Euch kündigen lasst müsst Ihr Euch innerhalb von 3 Tagen bei der Agentur für Arbeit melden und die Kündigung Eures Arbeitgebers vorgelegen. Meldet Ihr Euch zu spät gibt es wieder eine Sperrzeit und damit erstmal kein Geld. 

Wichtig: Euch arbeitssuchend zu melden ist Voraussetzung für Euren Anspruch auf Arbeitslosengeld!

Am ersten Tag Eurer Arbeitslosigkeit (meist 1. des Monats) meldet Ihr Euch dann wieder bei der Arbeitsagentur und beschreibt Eure Reisepläne, die Ihr nun aufgrund der Kündigung gemacht habt: Es sollte nicht rüberkommen als hättet Ihr Alles genauso geplant, auch wenn das der Fall ist! 

In der Regel lassen Euch die Angestellten in Ruhe, wenn Ihr sagt, dass Ihr in 1-2Wochen verreist. Plant Ihr allerdings Eure Abfahrt erst in ~4 Wochen, könntet Ihr nochmal vermittelt werden an einen Arbeitgeber. 


Was passiert mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) während der Reise? 

In Deutschland gilt die Versicherungspflicht. Im Prinzip müsste man während der Langzeitreise den Versicherungsbeitrag weiter zahlen. 

Warum aber für eine Leistung zahlen, wenn man sich länger nicht in Deutschland aufhält und diese nicht wahrnehmen kann? Zumal die Beiträge nicht günstig sind! 

Für diesen Fall gibt es  Ausnahmeregelungen und man kann um die Versicherungspflicht herumkommen: 

  • Zum Einen weist man eine anderweitige Absicherung im Krankheitsfall nach:  Auslandskrankenversicherung, mit nicht üblicher Laufzeit (länger als 42-56Tage/Reise) 
  • Zum Anderen kann man einen Nachweis erbringen, dass der gewöhnliche Aufenthalt während dieser Reisezeit nicht in Deutschland ist/war, z.B. Über Tickets/Boardkarten, etc.  (Die Reise sollte dann aber schon länger als 6Monate dauern) 

Nehmt vor der Reise unbedingt nochmal Kontakt mit der Krankenkasse auf, um Missverständnisse zu beseitigen. 

Eine Ausführliche Version rund um das Thema „Krankenversicherung zu Hause“ bekommt ihr HIER

Generell bekommt Ihr hier auch eine super Übersicht über die Reiseoganisation und Bürokratie. Interessant sind vorallem die Unterkapitel >> Weltreise-Info

Natürlich können wir hier nicht auf jedes Detail eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Also unbedingt recherchieren und frühzeitig planen! 

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